Die Legenden der Aldare und Gwarthare – Nachtlügen Blogtour

Hallo ihr lieben Buchherzmenschen,
heute macht die Blogtour zu Nachtlügen bei mir halt – juhu 🙂

Das heutige Thema ist meines Erachtens ein ganz spannendes, denn es geht um die Legenden der Aldare und Gwarthare. Alle, die Nachtbeben gelesen haben, wissen natürlich schon ein wenig über die Waldgeister – und alle die, die Nachtbeben noch nicht gelesen haben, bitte ich, nur bis zu dem Absatz zu lesen, den ich mit SPOILER übertitele 🙂 Zunächst verrate ich euch nämlich erst einmal ein paar grundsätzliche Infos zu Gwartharen und Aldaren, und später beziehe ich mich dann auf die Fähigkeiten, welche in Nachtbeben erst im späteren Verlauf des Buches aufgedeckt werden.

Die Legende der Gwarthare

In Schottland erzählt man sich seit Jahrhunderten die Legenden der Waldgeister. Die älteste Erwähnung von Gwartharen stammt aus Schottland; dort war um 1592 angeblich ein Wesen aufgetaucht, das Frauen auf rücksichtslose Art beim Geschlechtsverkehr mit einem tödlichen Gift infizierte. Dieser Dämon versetzte die Menschen in Angst und Schrecken, doch gleichzeitig übte er die Faszination des Gefährlichen aus jene aus, die ihr Vorgehen studierten und an ihre Nachfahren weitertrugen. Der Gwarthar, was so viel bedeutet wie ›Verräter, Betrüger‹, ist ein männlicher Dunkelalb und damit ein todbringender Dämon. Er nährt sich von der Lebensenergie menschlicher Frauen und lebt stets in einem Rudel von vier bis achten Gwartharen zusammen. Das Rudel verfügt über eine gemeinsame Energiequelle. Ähnlich wie die Bäume im Wald, deren Wurzeln oftmals schon seit Jahrhunderten miteinander verwachsen sind, sind auch die Gwarthare untereinander verbunden. Sie gehen zumeist gemeinsam auf die Pirsch, ihre Beute erlegen sie jedoch normalerweise im Alleingang. Während der größte Vorteil ihrer Gemeinschaft vor einigen Jahrhunderten die körperliche Überlegenheit war, mit der sich die starken Waldgeister gegen eventuelle Gegenwehr von Dorfbewohnern zur Wehr setzen und ihr Rudel verteidigen konnten, liegt ihre Stärke in der heutigen Zeit vor allem in ihrer Intelligenz, mit der sie sich strategisch an ihre Beute annähern.

Was früher noch als unerklärlicher ›böser Zauber‹ galt, ist heute eine traurige Gewissheit: Die Gwarthare infizieren ihr Opfer mit einem Gift, das sich mit den körpereigenen Blutkörperchen verbindet und mutiert. Der ›Virus‹ kann jede erdenkliche Form annehmen, doch am häufigsten zeigt er sich in der Gestalt von Tumorzellen. Da Krebs in der heutigen Zeit eine häufige Diagnose ist, haben die Gwarthare leichtes Spiel, sich unerkannt zu nähren, ohne Spuren zu hinterlassen.

Die Legende der Aldare

Das friedliche Gegenstück der Gwarthare wird Aldar genannt, was so viel heißt wie ›guter Sohn des Baumes‹. Der Legende nach ist diese friedliche Spezies aufgrund eines Gendefekts in den Reihen der Gwarthare entstanden. Im Gegensatz zu ihrer aggressiven Verwandtschaft rauben die Aldare als Lichtalbe nicht den Menschen ihre Lebensenergie, sondern ernähren sich vom Lebenssaft der sogenannten ›Blàth dearg na beatha‹, was auf schottisch so viel heißt wie ›die rote Blüte des Lebens‹.
Da Aldare sich – anders als die Gwarthare – von ›kalter Energie‹ ernähren, sind sie nicht so stark und kraftvoll wie ihre Artgenossen. In einem Kampf ist ein Aldar einem Gwarthar immer unterlegen.

***SPOILER***

Die Fähigkeiten der Aldare und Gwarthare

Aldare und Gwarthare verfügen über die Fähigkeit, über die Grenzen der Rassen hinweg miteinander in Gedanken zu kommunizieren. Erzählungen zufolge verschwand die Fähigkeit der Telepathie im Laufe der Jahrhunderte vollends aus dem Repertoire der Gwarthare. Ihre Gier nach Leben tötete jegliche Sensibilität, die bei der telepathischen Kommunikation jedoch vorausgesetzt wird.

Dafür besitzen die Gwarthare die Gabe, Emotionen bis zu einem gewissen Grad zu verformen. Auf diese Art und Weise können sie ihre opfer dazu bringen, von diesen als besonders sympathisch und anziehend wahrgenommen zu werden. Dies erleichtert ihnen ihre Pirsch und erspart aufsehenerregende Kampfszenen. Schläft ein Gwarthar mit einer Frau und infiziert sie mit seinem Gift, geschieht das in der Regel mit Zustimmung der Frau, da sie von seinem Charme vollkommen verblendet ist.
Der Gwarthar verformt die Empfindungen seines Opfers nur so lange es nötig ist. Nach dem Nähren überlässt er die Frau sich selbst, so dass in ihr langfristig ein Gefühl der Leere und des Bereuens zurückbleibt, da sie nicht versteht, weshalb sie mit ihm überhaupt so weit gegangen ist.

Der Legende nach verfügen einige Gwarthare außerdem über die Macht, Gefühle zu kontrollieren und mit einem konträren Gefühl zu ersetzen, um so beispielsweise Trauer gegen Freude auszutauschen.

Die Aldare haben keine solch gefährliche Macht, sondern lediglich die Gabe, sich in Menschen hineinversetzen zu können und ihnen dadurch durch seelische Verwirrungen helfen zu können. Der Legende nach haben Aldare heilende Hände, so dass beispielsweise psychische Erkrankungen geschwächt werden können. Außerdem sind sie in der Lage, sich mit Hilfe ihrer Nahrung schneller von Verletzungen erholen zu können.

Ich hoffe, euch hat der kleine Einblick gefallen! Habt ihr zu diesem Thema noch Fragen? Immer gerne her damit 🙂

Hier sind die weiteren Stationen der Blogtour:

16.12. – Nachtbeben & Nachtlügen – plentylife.blogspot.de

17.12. – Die Legenden der Aldare und Gwarthare

19.12. Ein Tag mit Jerry – meinbuchundich.wordpress.com

20.12. – Laura interviewt Emma – xhellocinderellax.blogspot.de

21.12. – Tabeas Lieblingsszenen – booksaremybestfriendsblog.wordpress.com/

22.12. Allein mit einem Gwarthar – was würdest du tun? – lovelyceska.wordpress.com

23.12. Ein Weihnachtsabend in Heysham – lunaticbooklover.wordpress.com